Jutta

Der Tod kommt von oben

Ist es ein Vogel? Ist es ein Flugzeug? Nein! Es ist Supermann! No na es ist doch ein Vogel…

So, die Sache mit dem Fuchs war dank des Jägers vorübergehend vom Tisch und wir dachten doch tatsächlich wir hätten erstmal unsere Ruhe.
Falsch gedacht!

Es war Nachmittag in der Edermühle und ich sitze mal wieder in meinem Büro als ich von hysterischem Gegackere aufgeschreckt werde.

Ich schaue aus dem Fenster und sehe es nur im Bach spritzen.

Mei die Enten ham wieder eine Gaudi vom Feinsten denke ich mir und will mich wieder der Arbeit widmen, als ich Federn im Bach treiben sehe…

Sparta reloaded!

Gerade als ich mir „what the f“ denke steigt ein Greifvogel aus dem Bach auf… Ja, aus dem Bach!

Keine Ahnung, wann die Greifvögel im Waldviertel bei den Navy Seals trainiert haben, aber darauf war ich nicht gefasst. Sperber, Habicht oder Milan – ich habe keine Ahnung, aber es hat die Hühner attackiert – I M  B A C H !

Ich stürme nach unten, vergesse die Mistgabel und bin kurz davor „DAS IST SPARTAAA!“ zu schreien als ich am Bach ankomme…

Wenn Du den Running Gag nicht verstehst, dann hast Du dieses Erlebnis der Edermühle verpasst.

Wie auch immer, eine völlig durchnässte Jutta zappelt im Bach und ich fische sie mit einem Griff aus der Lainsitz. Sie sieht zwar aus wie frisch aus der Waschmaschiene, aber ansonsten fehlt unserer Sulmtalerin tatsächlich nichts.

Der Bayer in Rage!

Nach einigen Lockrufen kommen ihre Küken aus allen Richtungen angetrabt, aber eines fehlt…

Ich rufe Steffi, erkläre die Sachlage und will schon einen Plan für den nächtlichen Suchtrupp zusammenstellen als wir es fiepen hören…

Eine halbe Stunde später und mit viel Geduld haben wir das fehlende Küken aus seinem Unterschlupf rauslocken können.

„Jetzt l mich doch am A**** ze fix! Die Mistviecher die blöden! Was fällt den *** eigentlich ein so eine Sch* abzuziehen! Ich die *** die Verdammten!“ schimpf ich mich in Rage und diesmal ist es Steffi die mir erklärt, dass wir das nicht machen, was ich auch gleich einsehe…

Der Jäger wird uns diesmal aus naturschutzrechtlichen Gründen nicht helfen können, was auch völlig in Ordnung ist, da es im Gegensatz zum Fuchs meist nur ein Huhn erwischt, wenn ein Greifvogel zuschlägt.

Lange Rede kurzer Sinn, es gab natürlich weitere Angriffe – meist unbemerkt.

3 Küken (Nein, Fritzi lebt!!!) und eine wilde Hilde hat es bis jetzt erwischt und eine Trude wurde ebenfalls unversehrt aus der Lainsitz gefischt.
Es scheint als würden einige unserer Hennen den Sprung in die Fluten dem Tod von oben vorziehen – ich bin mir sicher, dass sie beim Sprung an Sparta denken.

Einsperren kommt für uns immer noch nicht in Frage und es gibt zum Glück etliche Verstecke auf dem Grundstück.

Wir werden sehen was die Zeit bringt, aber es gibt eben auch Nachteile bei völlig frei gehaltenem Geflügel.

Ein Hund ist weiter im Gespräch…

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Christian Polito
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