Der Tod kommt von oben

Der Hendlzombie und der Habicht

Der Habicht bleibt Oasch.

Der Winter hatte seit längerem Einzug ins Waldviertel erhalten und ob man es glaubt oder nicht, aber unser Geflügel hatte seinen Spass im Schnee.

Schon den ganzen Tag hatte ich ein komisches Gefühl und schaute immer wieder nervös aus dem Fenster zu unseren Hendln die sich im Schnee vergnügten.

Warum ich ein komisches Gefühl hatte kann ich nicht sagen, vielleicht habe ich ja sowas wie weibliche Intuition, was einerseits ganz lässig wäre, aber anderseits auch ziemlich schwul.

Nein, natürlich habe ich nichts gegen Schwule, warum auch, aber ich bin gerne mal politisch unkorrekt – meine homosexuellen Freunde werden es mir verzeihen und mögen mich so wie ich bin und das ist auch gut so.

Allerdings frage ich mich gerade, was das männliche Pendant zur weiblichen Inutition ist oder gibt es das gar nicht? Super, jetzt fühle ich mich diskriminiert. Kann man da nicht irgendwas gendern?

Egal, ich schweife ab – zurück zur Geschichte und meiner weiblichen Intuition.

Ich schaute also zum hundertsten mal aus dem Fenster und ZACK! Aus dem nichts kam der Greifvogel auf eines unserer Sulmthaler gestürzt.

Sparta war in der Winterpause und so benutze ich fluchend unser Stiegenhaus um nach unten zu gelangen, doch als ich am Hühnerstall ankam blieben mir die Flüche im Hals stecken.

Blutüberströmt und zuckend lag da eines unserer Sulmthaler und sah aus wie vom Zug überfahren. Boa Habicht Du *! Du **** Du blöde!

Ich konnte wieder fluchen – sehr schön. Weniger schön war allerdings wirklich der Anblick des Huhnes und etwas Panik machte sich breit, denn es zuckte noch und alleine schon aus Tierschutzgründen musste dieses Leiden beendet werden.

Notschlachten oder the walking dead für Anfänger

Als ich die Axt holte, kam ich mir vor wie in einem dieser alten Western, wenn ein Cowboy sein Pferd erschießt, weil es sich den Fuß gebrochen hat.

Bevor ich das Werk des Greifvogels vollendete entschied ich mich aufgrund meiner weiblichen Intuition aber noch schnell einen auf Tierärztin Dr. Mertens zu machen und untersuchte das fast leblose Tier.

Es war zwar überall Blut, aber der Körper und die Flügel des Tieres waren schon mal ohne Loch oder Risswunden. Auch am Hals war keine Risswunde und kein Loch zu entdecken.

Ok, wenn ein Huhn wie Erna eine Psychose haben kann, dann kann es natürlich auch einen Schock haben oder nicht?

Strengen Sie sich an Frau Dr. Mertens!!!

Steffi und ich entschieden uns das eigentlich tote Tier in den Heizraum zu bringen und ihm einfach Futter und Wasser anzubieten – es sah nicht gut aus…

2 Stunden später sahen wir unseren ersten Hendlzombi den Umständen entprechend gut gelaunt die ersten Körner picken – da war wirklich jemand von den Toten auferstanden.

Ende gut, alles gut – nicht ganz

2 Tage später waren wieder alle Hühner glücklich vereint, aber der Habicht hatte trotzdem eine Ente und ein Huhn erwischt.

Ja das 2te Huhn war wirklich tot und sah aus wie frisch Faschiertes.

Bei den Enten fehlten zunächst 4 Stück – 3 davon kamen allerdings 2 Tage später zurück in die Edermühle – sie waren wohl in Panik weggeflogen.

Naja, im Moment machen wir uns wenig Gedanken wegen dem Habicht, denn 1 Woche später kam aufgrund der Vogelgrippe in Österreich die allgemeine Stallpflicht, aber das ist eine andere Geschichte.

Na also 2017 fängt einfach nicht gut an…

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Christian Polito
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