Hund oder nicht Hund, das ist hier die Frage

Hund oder nicht Hund, das ist hier die Frage

Schon seit Jahren denken wir über einen Hund nach – und plötzlich haben wir einen Piccolo

Ich hatte in meiner Jugend schon einige Erfahrungen mit Hunden sammeln dürfen – ich war Hundesitter, allerdings nur mit maximal 2 Hunden gleichzeitig, dafür aber auch mal für mehrere Tage am Stück.

Im Gegensatz zu Steffi wusste ich also was es heißt einen Hund zu haben.

Krank? Egal, Hund will raus!
Eisregen? Egal, Hund will raus!
Egal was geplant, gemacht oder nicht gemacht wird – da ist immer der Hund.

Nichts desto trotz geben Hunde im Gegenzug so viel Freude und bedingungslose Liebe, dass es eben doch eine Überlegung wert ist sein Leben mit dem besten Freund des Menschen zu teilen.

Naja und dann hatten wir da ja noch dieses Fuchsproblem und ganz abgesehen davon, gehört auf einen Hof auch eigentlich ein Hund wenn wir mal ganz ehrlich sind.

Oder doch ne Kuh?

Nach neuerlichen Recherchen, welche Rasse es denn nun sein sollte, nicht wegen der Optik sondern vielmehr wegen des Charakters, schwankten wir zwischen Großem Schweitzer (ein Bernasennenmix) und Wolfsspitz.

Zwei wirklich tolle Rassen, mit Charaktereigenschaften die perfekt zur Edermühle passen, mit einem kleinen Haken – um den Preis was so ein Welpe kostet bekommt man auch ne prima Kuh.

Nicht, dass ich hier die Arbeit der Züchter schmälern will, aber trotzdem sind das schon sehr stolze Preise wie ich finde, denn wir reden hier von Beträgen bis zu 1.500 € je nach Züchter.

Auf der einen Seite möchte man ein gesundes Tier mit entsprechenden Eigenschaften, auf der anderen Seite hat jeder Hund seinen eigenen Charakter und von einem „Stammbaum“ kann sich in der Edermühle auch niemand was kaufen.

Alternativen?

Jetzt gibt es natürlich auch Hunde aus dem Tierheim, gegen die prinzipiell nichts einzuwenden ist – unser Kater Caso ist ja z. B. auch ein „Gebrauchter“ (zwar nicht aus dem Tierheim, aber trotzdem) und er ist der tollste Kater der ganzen Welt.

Auch hatte damals eine Freundin von mir einen Foxterrier aus dem Tierheim und Henriette war auch super.

Nichts desto trotz muss man auch ehrlich sagen, dass man bei Tierheimtieren ein gewisses Risiko hat was den Charakter anbelangt. Ich suchte trotzdem ewig, aber entweder verstanden sich die Hunde nicht mit Katzen, oder eine weitere Alternative waren Welpen aus ungewollten Würfen von Bauernhöfen etc.

Vermehrer – das personifizierte Böse!

Wenn man sich mit diesem Thema beschäftigt, weil es gerade im ländlichen Raum vermehrt Anzeigen und Aushänge diesbezüglich gibt, dann ist sich „die Community“ im Internet einig:

  • Es kann sich nur um sogenannte Vermehrer handeln die an Dein Geld wollen
  • Es kann sich nur um kranke Hunde handeln, die mit Sicherheit 1000ende Euros an Tierarztkosten verursachen
  • Man holt sich quasi die Pest ins Haus, ist danach Arm und man unterstützt das personifizierte Böse

Von diesem „Fazit“ stark verunsichert telefonierte ich mir die Finger Wund um wirkliche Erfahrungsberichte und natürlich auch die professionelle Meinung von Tierärzten ein zu holen.

Plötzlich sah die Sache ein bißchen anders aus und der Schlüssel lag im differenzieren – eine Herangehensweise die vielen Menschen leider mittlerweile abhanden gekommen ist, denn mit gut und böse lebt es sich natürlich einfacher.

Wenn man in das Thema eintaucht, wundert man sich dann allerdings schon, dass ein ungewollter Mischlingswurf auf einem regionalen Bauernhof der Teufel persönlich ist, während es total hipp und heroisch ist Hunde aus Spanien und halb Europa an zu karren um sie zu retten. Warum man sich nicht erst um die Hunde vor Ort kümmert ist mir ein Rätsel. Vermutlich bekommt der spanische 3-beinige Hund mit Impfschaden mehr likes auf Facebook, als der Lumpi vom Hinterdupfinger Sepp der seinen Hof gleich um die Ecke hat.

Natürlich freuen wir uns für beide Hunde, wenn sie ein liebevolles zu Hause gefunden haben.

Wir entschieden uns nichts desto trotz dafür, uns in der Region um zu schauen…

Nön Kolumne

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