Ein Durcheinand

Christian Polito über die Nacht von Sonntag auf Montag.

Jetz is des ja so, dass Dinge auch manchmal ganz plötzlich und ohne Vorwarnung kommen.

Keine Panik, es geht nicht um Covid-19, weil da weder was plötzlich noch ohne Vorwarnung kommt und überhaupt ist da wirklich alles in bester Ordnung, denn es gibt ja schließlich Grenzen. Nein, ich mein nicht die Grenzen des Belastbaren, wenn z.B. das Gesundheitssystem gleichzeitig mit Grippe und Corona zu kämpfen hat, ich meine diese Tür mit Seitenteilen, oder Seitenteil*innen wies vermutlich politisch korrekt heißt.

Wurscht, weil Italien ist nicht Österreich. Des muss als Information jetzt einfach mal glangen und ich wollt ja über ganz was anderes schreiben.

Am Sonntag auf’d Nacht bläst also Yulia heftig in der Edermühle umernand. Na, na Chef Markus, da muss nix zensiert werden, weils sich ja lediglich um ein Sturmtief handelt. Na, na keine Panik liebe Feministinnen, des is ned sexistisch. Das Komitee der Weltorganisation für Meteorologie hat schon lang dafür gesorgt, dass es jedes Jahr abwechselnd männliche und weibliche Namen für Hoch- und Tiefdruckgebiete gibt, um eine Frauendiskriminierung zu vermeiden, weil Tiefdruckgebiete meist „schlechtes“ Wetter bringen, die Hochs hingegen „schönes“ Wetter.

Wer jetzt allerdings dafür verantwortlich ist, dass ein Sturm bläst und es bei einem Tiefdruck meist nass wird weiß ich auch nicht so genau, aber es wird sich schon einer finden und überhaupt lässt sich die Welt ja nicht von jetzt auf gleich verbessern. Wurscht.

Zurück zum Ursprung – na ich mein ned des Gütesiegel, sondern den Sturm.

Bei Ersterem kennt sich ja auch keiner mehr aus. Anstatt einheitlich und verpflichtend für alle Fläche pro Tier, Lebenszeit, Transportweg Schlachter, Art der Schlachtung und die gegebenen Medikamente anzugeben, gibts lockerlässige 26 „Gütesigel“ und der mit dem größten Werbebudget gewinnt.

Derweil regen wir uns über Tiertransporte auf und verbieten gleichzeitig die kommerzielle Weideschlachtung in Österreich, weil eine win-win-win Situation (Weniger Tierleid, weniger Kosten und Umweltbelastung, bessere Qualität) zu einfach wäre.

So jetzt kennst di aus – wegam Durcheinand warats gwesen…

Nön Kolumne

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