Das Entenhotel

Das Entenhotel

Alle Enten unter einem Dach.

Wohnwagen zu verschenken

Lisa und Kalli wohnten in einem Stall und die Pekingenten zusammen mit den Barbarieenten im Stall daneben.

Alles war eingespielt und der Ducktrain war ein allabendliches Highlight in der Edermühle.

14 Enten standen erwartungsvoll vor der Türe zum Innenhof und stürmten beim Öffnen zum Stall. Wenn 14 Paar Taucherflossenfüße im Eiltempo über einen Steinboden watscheln ist der Sound einfach göttlich!

Nun gehören zu den 14 Paar Taucherflossenfüße aber auch 14 Entenhintern und da kommt einiges raus und zwar ohne Rücksicht auf Verluste.

Naja und wenn dann auf einmal ein Wohnwagen auf www.willhaben.at verschenkt wird, dann kommt einem halt einfach die Idee für ein Entenhotel.

Eine gute Idee?

Jetzt war Kalli schon immer sehr Eifersüchtig was seine Lisa anbelangt. Auch die WG von den Pekingenten und den Barbarieenten hätte etwas friedvoller sein können, auch wenn es immer bei kleinen Schubsereien blieb.

Nichts desto trotz einfach alle so in einen Stall? „Des is kein Stall, des is a Luxushotel, des muss einfach passen. Die solln sich gefälligst zammreisen.“ war Steffis und mein Fazit und wir ergatterten den Wohnwagen.
Einen Tag entkernt und die riesigen Panoramafenster mit Volierendraht mardersicher gemacht und die „Casa di Anatre“ (Das zu Hause der Enten) stand zum Einzug bereit.

A geh…

Eigentlich funktionierte am Abend alles wunderbar. Die Enten kamen alle auf Zuruf zu ihrem Hotel mit Bachblick und freuten sich wie immer über ihr reichhaltiges Buffet das direkt in der Casa di Anatre gereicht wurde.

Das ging zum eingewöhnen 3 Tage so und danach wurde das Abendessen stilgerecht auf der „Terasse“ vor dem Wohnwagen gereicht – so ein Bachblick will ja schließlich genutzt sein bei den Preisen heutzutage.

Nach dem letzten Gang marschierte die Truppe auch wie gelernt in den Wohnwagen, naja alle bis auf 4 die anderes im Sinn hatten. Geschlagene 3 Stunden und etliche stille Flüche später war die Gruppe wieder komplett.

Da Enten alles andere als deppert sind, wiederholte sich dieses Spiel jeden Abend mit verschiedenen Enten aus der Gruppe bis es uns zu doof war. Ein einfacher Geflügelzaun begrenzt jetzt die Terasse des Hotels und es gibt keine Probleme mehr.

Pure Faszination

Inzwischen ist es so, dass sich die Enten im kompletten Lainsitztal verteilen und ihre Freiheit genießen. Mal trifft man sie direkt an der Edermühle an, mal sind sie bei den Fischteichen und dann plantschen sie wieder ausgelassen in der Lainsitz vor dem Haus. Frei lebende Enten sind einfach leiwand.

Und wenn es dann langsam Zeit wird und der Abend kommt, fliegen teils einzeln und teils in Gruppen inzwischen groß gewordene und prächtige Enten aus allen Richtungen zur Edermühle und landen direkt vor uns. Ein faszinierendes Schauspiel, weil gerade diese Flüge der Inbegriff von Freiheit sind und sie alle freiwillig zu uns zurückkehren von ihren alltäglichen Abenteuern im Waldviertel.

Alle Enten vertragen sich und wir hoffen nächstes Jahr auf den ersten Nachwuchs – naja wir werden sehen…

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Christian Polito
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