Christian Polito über blutende Schweine und einfältige Hunde.


Tierarzt- Großeinsatz!

Endlich – der Frühling ist da! "Fuck you Winter" darf ich ja nicht sagen, weil Chef Markus sonst wieder schimpft, also sag ich’s nicht. Jetzt bringt so ein Frühling nicht nur Angenehmes, sondern zum Beispiel auch eine große Entwurmungsrunde der Tiere mit sich.

Bevor der Städter jetzt an Herzkaschperl beim Wort "Wurm" bekommt – es geht um Prophylaxe mein Freund.

An sich ist diese vorbeugende Maßnahme auch kein Problem, aber bei sechs Kamerunschafen, fünf Kune Kune-Schweinen, vier Katzen und einem Hund ist’s dann doch irgendwie eine Hackn. Aber dank unseres Tierarztes Doc Mc Gyver alias Tierarzt Dr. Schätz haben wir hier zum Glück einen enorm kompetenten Ansprechpartner.

Keine Werbung, aber genial bleibt genial - fix.

Als Erstes standen die Spritzen für die Schweine an und wir hatten sie recht zuverlässig an das Einfanggitter gewöhnt – das ist in der Theorie eh super, aber wenn der Herr Doktor dann vor Ort ist, dann ist’s genau oar…, weil die Schweine genau wissen, was los is.

Ja mei, welches Lebewesen lässt sich schon gern freiwillig ne Spritze geben…

Die ersten zwei Schweine gingen ja noch, aber Annabell hat so einen Wirbel gemacht, dass sie auf einmal mit der Spritze im Gnack über die Weide rannte – einen Dr. Schätz ob der Spritze erhaschend im Schlepptau. Das nennt man Einsatz und Leidenschaft für den Beruf!

Ich hätte ja ein Video davon auf Facebook gestellt, aber wenn PETA das sieht, haben wir ne Demo in der Edermühle, weil die empfinden es schon als Skandal, Bienen ihren Honig "zu stehlen" und durch Zuckerwasser zu ersetzen. Wurscht, aber Oida!

Mit viel Gefühl bekamen dann aber auch die anderen Schweine erfolgreich ihre Spritze.

Wenn das in dem Tempo weitergegangen wäre, dann hätten wir den Herrn Doktor exklusiv für ein paar Tage buchen können – "Herr Polito, hier ist die Bank, Ihr Konto ist leer." Aber nein, abgesehen davon, dass der Tierarzt Schätz ein mehr als fairer Mediziner ist, ging der Rest schneller als gedacht. Die Kamerunschafe gingen dank unserer antrainierten Kommandos relativ fix und auch die Katzen machten wenig Probleme.

Die Krönung war allerdings unser Hund Piccolo, der dachte, seine Wurmtablette wäre ein Leckerli. – "Hinghalten und weg gschnupft" trifft’s ziemlich genau.

Wie auch immer – den Ablauf bei den Schweinen müssma noch optimieren – wega der gspritzten Sau warats gwesen…

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