Christian Polito über Heu- und Strohbinkerl


Klein aber schwierig

Jetzt is des ja so, dass eine Zwergal-Landwirtschaft wie wir eine haben manchmal gar nicht so einfach ist. Da können kleine Dinge recht schnell zum großen Problem werden, wie bei uns im Moment die Sache mit den Heu- und Strohbinkerln. Für die Volllaien - wir haben uns ja immerhin zu Halblaien herauf gearbeitet - das sind viereckige Ballen aus Heu oder Stroh mit einem Gewicht zwischen 10-15 kg.

Die Profis geben sich mit sowas in der Regel nicht ab, weil die haben Maschinen und nehmen tonnenweise Rundballen ab. So ein Rundballen hat so an die 250 kg und ist für zwei Selbstversorgerwurschties wie Steffi und mich genau oasch zu handeln, verstehst. Soweit so gut, weniger gut is, dass es diese Binkerln im 20-km-Umkreis der Edermühle, vor allem wenn sie auch noch geliefert werden sollen, anscheinend eher selten bis gar nicht gibt. Entweder das, oder ich bin einfach zu deppert, einen zuverlässigen Lieferanten zu finden - eine der seltenen Fälle, in denen ich also hoffe, deppert zu sein.

Wurscht.

Wenn man übrigens mal auf Facebook schaut, gibt es etliche Depperte, no na ned, ich mein Leute wie uns, die nach zuverlässigen Lieferanten für diese Binkerl suchen. Jeder von denen braucht ein paar hundert Binkerln pro Jahr auf 1-3 Lieferungen aufgeteilt. Ich weiß eh, dass ich kein Profilandwirt bin, aber auch auf die Gefahr hin, dass ich als Selbstversorgerwurschti jetzt ein Brett vorm Kopf hab - warum zieht das nicht irgendwer groß auf, also als Lieferant?

Ein Kundenstamm im Umkreis von 20 - 50 km mit mehr oder weniger fixen, naja zumindest gut geplanten Touren und schon läuft das Binkerl Gschäft - jährliche Abnahme garantiert und die Lieferkosten verteilen sich auf viele Abnehmer, sodass der Enkundenpreis attraktiv bleibt.

Ich find die Idee jetzt ned so schlecht, aber vielleicht täusch ich mich auch grob - wegam Selbstversorgerwurschti warats gwesen…

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