Milch und schlaflose Nächte

Alle zwei Stunden aufstehen, des Flascherl geben, schaun des dem Kleinen eh gut geht - die Edermühle hat Nachwuchs.

Über das Grauen zukünftiger Elternabende hab ich mir auch schon den Kopf zerbrochen, weil von den anderen Eltern bestimmt ständig nur deppertes Geblöcke kommt, und wer hat schon Lust auf sowas. Über die Pubertät mach ich mir allerdings keine Gedanken: Wenns mir alles zu blöd wird, dann verkauf mas einfach – gell da schaugst.

Bevorst jetzt mit einem unüberlegtem Vorschlag bei deiner Frau in Ungnade fällst – es geht um ein Lamm, also freu dich einfach, dass deine Kinder gsund sind. Bei unserem Lamm stehen die Chancen nämlich im Moment 50/50 und schön ist anders, um ehrlich zu sein. Ich weiß jetzt wenigstens wie ein Schaf gemolken wird, auch wenn ich dabei ausgsehen hab wie ein Städter, der ein Schaf melkt – da brauchts keinen bildlichen Vergleich, weil der melkende Städter deppert genug is, verstehst. "Du spritzt ja alles daneben!" sagt Steffi immer wieder. Ich verkneifs mir einfach, weil der zwar mal wieder 1A aufglegt is, aber "er auch einmal ein bisserl brav sein muss!" Nein, hat nicht mein Chef, sondern der Kaiser gsagt. Wurscht.

Seit zwei Tagen geht das Ganze jetzt schon so und des Wuzal säuft immer noch nicht von allein. Wir mögen Kinder ja sehr gern, aber wenn ich mir jetzt vorstell, dass des über mehrere Monate so geht und ich als Dank dafür auch noch vollgschissene Windeln und ‘nen Tinnitus on Top bekomm, dann frag ich mich echt, wie all die Eltern da draußen das hin bekommen. Steckt einem der Hausarzt da wöchentlich ein Packerl zu oder produziert der Körper eh eigene Drogen?

Größten Respekt jedenfalls an euch Eltern, ich bin froh, dass das bei uns bald vorbei is – wega unserem Schlaf warats gwesen…

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