Babyelefanten für den Arrahof

"Du, kleiner Polito! Habts es Truthähne?", kommt es mir aus der Küche vom Arrahof entgegen geschallt.

"Wofür?", frag ich recht deppert. Ja gut, der war aufglegt, und ich brauch mich über ein "Ja ned zum Anschaun…", nicht wundern.

Im Moment haben wir keine Truthähne zum Schlachten, aber so ein bissal ein Networking geht beim ehemaligen Städter allerweil, verstehst, und so hab ich tatsächlich einen Kontakt am Wallersee im schönen Salzburgerland, wo ich weniger schön eh zu einer Beerdigung muss.

Freitag 10 Uhr und es geht los Richtung Salzburg. Auf dem Weg nehm ich die 140er- Teststrecke vom Hofer mit und genau wie ichs vorhergesehen hab, ist das genau für die Würscht und mehr auch nicht – wer schneller als 130 fahrn will, soll vier Wochen German Autobahn absolvieren und ist dann entweder kuriert oder wo angrennt, fix.

Wurscht.

Die Beerdigung war traurig - Captain obvious lässt grüßen oder wie man hier so schön sagt "no na ned". Als ich danach die frisch geschlachteten Puten abholen will, trifft mich der Schlag. Ich weiß, wie ein Wildputer aussieht, was vor mir liegt, gleicht eher zwei Babyelefanten mit jeweils 15 Kilo als einem Geflügel. "Zum Glück hatten wir noch zwei kleine", sagt mir meine Freundin vom Wallersee.

Spätestens jetzt bin ich mir sicher, dass die doch Elefanten und keine Truthähne züchten, weil wie viel größer als das, was vor mir liegt, soll es denn noch werden? Als ich gute zwei Stunden später im Arrahof ankomme, ist Mechi der Kellner schockiert, während Sabine behauptet, sie hätte schon mal einen 25-Kilo-Truthahn zubereitet.

Ich überlege nun, Trutfanten zu züchten – wega dem Marketing warats gwesen…

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